An unserem letzten Übungsabend haben wir uns mit der Organisation eines Bereitstellungsraums beschäftigt. Im Bereitstellungsraum sammeln sich Einsatzkräfte, die dann bei Bedarf in den Einsatz geschickt werden können. Die Führung im Bereitstellungsraum muss dazu jederzeit einen Überblick haben, welche Einheiten, Fahrzeuge und Einsatzkräfte vor Ort sind, um diese entsprechend einsetzen zu können.
Bereitstellungsräume können für verschiedene Einsatzlagen verwendet werden, etwa bei Naturkatastrophen oder zur medizinischen Vorhaltung großer Sportereignisse, also immer, wenn (potenziell) viele Einsatzkräfte benötigt werden.
Je nach Einsatzlage rücken auch Kräfte aus anderen Landkreisen oder sogar Bundesländern zu Bereitstellungsräumen aus, um die lokalen Kräfte zu unterstützen.
Zur besseren Planung der Anfahrt, kann bei größeren Fahrzeugmengen ein Verband gebildet werden, ein sogenannter „Mot-Marsch“ (motorisierter Marsch). Fahrzeuge, die im Verband fahren, sind mit Flaggen markiert. Da ein Mot-Marsch nicht zum Spaß gebildet werden darf, sondern gewisse Voraussetzung erfüllen muss, sind wir ohne Beflaggung zum Übungsplatz gefahren.
Als Verkehrsteilnehmer gibt es einige Regeln, die beim Kontakt mit einem Fahrzeugverband beachtet werden müssen: Der gesamte Verband gilt als ein Fahrzeug. Fährt das erste Fahrzeug über eine grüne Ampel, fahren alle Fahrzeuge über diese Ampel, auch wenn diese in der Zwischenzeit auf rot geschalten hat. Außerdem darf in einen Fahrzeugverband nicht eingeschert werden. Das Ende des Verbands wird mit einer grünen Fahne am letzten Fahrzeug gekennzeichnet.
Insgesamt ein sehr lehrreicher Übungsabend, durch den wir noch einige Punkte finden konnten, wie ein Bereitstellungsraum organisiert werden kann und welche Ausrüstung dazu auf einem Führungsfahrzeug sein sollte.
